Neuigkeiten

November 2015

„Die Lust am Leben behalten“

Hospizverein lädt zu „Musik und Lesung“ : Sonntag, 1.11. um 18 Uhr.

Albert de Lange, Journalist bei der niederländischen Tageszeitung „Het Parool“ ist im April 2015 gestorben. Seine Kolumnen sind Thema  der diesjährigen „Musik und Lesung“  des Hospizvereins Ahrensburg. Der Schauspieler Frank Roder liest die Texte von Albert de Lange, die Sängerin Fabiola Saccomanno und der Pianist und Komponist Matthias Weiher ergänzen mit ihrer Musik. Der Hospizverein lädt zu einem spannenden Abend am Sonntag, 1. November um 18 Uhr in die Denkmalturnhalle der Stormarnschule, Waldstr. 14 in Ahrensburg. Der Eintritt ist frei.

Im Oktober 2014 erhielt Albert de Lange eine Krebs-Diagnose. In einer Art Tagebuch schreibt er über das Leben danach. „Man kann mit dem Tod vor Augen noch ziemlich viel Spaß haben, obwohl man sich als Patient schon etwas anstrengen muss“  -  der Schauspieler Frank Roder gibt Albert de Lange in der Denkmalturnhalle Stimme. Vermeintlich lässig und leicht, ironisch und mit Galgenhumor setzt sich de Lange mit seinem Alltag, mit Wut und Lebenslust und vielem mehr auseinander.

Frank Roder lebt als Schauspieler in Hamburg. Er ist bekannt durch zahlreiche Fernsehfilme, als Mitglied des Hamburger Theaterschiff-Ensembles, als Solokünstler und vielem mehr. Die Sängerin Fabiola Saccomanno und der Pianist Matthias Weiher begleiten und ergänzen mit ihrer Musik die Stimmung der Texte, setzen Kontrapunkte zu Albert de Langes Worten. Die italienische Sängerin Fabiola Saccomanna, ausgebildet in Gesang und Schauspiel, hat an in verschiedenen Musicalproduktionen mitgewirkt (“Tommy”, “Starclub” u.a.), war mit den Golden Gospel Pearls (USA) auf Europatournee und arbeitet als Backing-Voice für internationale Acts (Sarah Connor, Michael Jackson, Coolio etc.). Sie ist Preisträgerin der Jazzfestivals von Krakau.

Matthias Weiher hat Musiktheorie an der Hochschule für Musik in Hamburg studiert und ist als freischaffender Komponist und Pianist in verschiedensten Genres tätig: Auftragsarbeiten für Filme, Hörbuchproduktionen, Bühnenmusiken und Musicals. Sein besonderes Interesse gilt der Verbindung von Literatur und Musik, wie in den Programmen "Weiße Nächte" (F. Dostojewskij), "Nächstes Jahr in Jerusalem" (A. Kaminski) u.a. . Als Pianist des MOOD INDIGO Acoustic Trios und anderer Besetzungen ist Matthias Weiher zu Gast auf Bühnen im In- und Ausland.

Oktober 2015

8 Oktober 19 Uhr Filmabend im Marstall:

„Zeit zu leben“ von Sina Aaron Moslehi

Der Hospizverein Ahrensburg zeigt am Donnerstag, 8. Oktober um 19 Uhr im Kulturzentrum Marstall in Ahrensburg den mit dem Prädikat „wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) ausgezeichneten Film „Zeit zu leben“ des jungen Ammersbeker Filmemachers Sina Aaron Moslehi.

Wenn am Ende des Lebens, nach einer schweren Krankheit, alle Therapien durchgeführt, alle Maßnahmen ergriffen, alle Möglichkeiten der Heilung ausgeschöpft sind, bleibt oft nur das Akzeptieren. Und das Warten. Der Jungregisseur Sina Aaron Moslehi erzählt in seinem ersten Langfilm vom Alltag eines Hospizes in Hamburg. Er begleitet drei Menschen bei ihrer Ankunft, ihrem Leben und ihrem Sterben im Hospiz. Drei unterschiedliche Menschen mit sehr verschiedenen Geschichten, die auch ganz unterschiedlich mit ihrer Situation umgehen. Der Film gewährt Einblick in die kostbare letzte Phase ihres Lebens, berührend ohne voyeuristisch zu sein. Auch wie Angehörige und Pflegende mit den Herausforderungen dieser Zeit umgehen, zeigt Sina Aaron Moslehi. „Der Film bricht mit Klischees über das Hospiz – dies ist nicht nur ein Ort des Sterbens, sondern auch des intensiven Lebens, der für Selbstbestimmung, Fürsorge und Würde zum Lebensende steht.“, heißt es auf der Filmwebsite http://zeitzuleben-film.de/ Ein berührender Film, der würde- und liebevoll ein schwieriges Thema behandelt und der auch die schönen Seiten des Lebens feiert.

Schon vor seinem Abitur hatte der damals 17jährige, der sich schon lange für das Filmemachen interessierte und der für seinen ersten Dokumentarfilm den Bertini-Preis bekommen hatte, einen abendfüllenden Dokumentarfilm drehen wollen. Als er im Radio von Protesten gegen den Bau eines Hospizes hörte, kam ihm die Idee für das Thema. Es sollte aber kein Film über die Proteste sondern ein Blick in ein Hospiz werden. Im Winter 2012/12013 entstand dann „Zeit zu leben“.

Der Hospizverein lädt alle Interessierten, Erwachsene wie auch Jugendliche zu dieser Filmvorführung und dem anschließenden Gespräch mit Sina Aaron Moslehi ein. Der Eintritt ist frei (Spende erbeten).

September 2015

Am 16. September 19 Uhr: Vorsorge für das Alter.

Informationen zu Vollmachten und Patientenverfügung.

Herr Reinhard Onas von Betreungsverein Stormarn e.V. wird uns informieren.

Mittwoch 16. September um 19 Uhr

im Peter Rantzau Haus, Manfred Samusch Straße 9, Ahrensburg

Eintritt frei.

März 2015

15. März, Theater in Bargteheide:

"Oscar und die Dame in Rosa"

Gastspiel im Kleinen Theater Bargteheide am Sonntag, 15. März 2015 um 19 Uhr

Dauer ca. 120 Minuten inkl. Pause

 

 

„Oscar und die Dame in Rosa“ erzählt auf ganz eindringliche und einfühlsame Weise die Geschichte um den unheilbar erkrankten Jungen Oscar. Über die Alltagsschilderungen im Krankenhaus und Oscars Begegnungen mit der Dame in Rosa, die sich in einem traumwandlerischen Rollenspiel wunderbar poetisch, leicht, heiter, schwebend und ernst entfalten, erleben wir das Leben in all seinen Höhen und Tiefen.  Der Philosoph Eric-Emmanuel Schmitt variiert in diesem ungewöhnlichen Theatertext konsequent sein Thema: Worin besteht der Sinn des Lebens?

Oscar hat wenig Zeit und er weiß es. Aber die Dame in rosafarbener Schwesterntracht fordert ihn heraus, sein Leben zu leben, ein Tag wie 10 Jahre. Reichlich Zeit für ein ganzes Kinder-, Liebes- und Erwachsenenleben. Mit einer einfachen Illusion wird die Zeit besiegt. Und Oscar lebt und fragt alles, was ihm wichtig ist. Was ist krank, was gesund, wann ist es Liebe, wann nicht, gibt es den richtigen Zeitpunkt? Gibt es Gott oder nicht? Und mit berührend-einfachen und klugen Briefen fordert Oscar auch Gott heraus, an den er eigentlich gar nicht glaubt. 

Entstanden ist eine Geschichte von Verlust und Trauer, vom Erwachsenwerden und von der Toleranz, von Liebe und Vertrauen. Lebendig und hoffnungsfroh bringt das kleine Theater KAMMERSPIELE Landshut die preisgekrönte Inszenierung von Petra Dannenhöfer mit Leonie Thelen als Gastspiel im Kleinen Theater in Bargteheide auf die Bühne.

Die Hospizvereine aus Ahrensburg und Bad Oldesloe, die seit mehr als 16 Jahren in Stormarn Menschen in der letzten Lebensphase und deren Angehörige begleiten, bringen mit dieser Veranstaltung wieder ein Thema auf die Bühne und in die Öffentlichkeit, das zum einen das Leben feiert, den Tod und den Abschied aber nicht ausklammert.

Termin: Sonntag, 15. März 2015

Beginn: 19 Uhr

Karten: 15 Euro (erm. 11Euro) über:

Kleines Theater Bargteheide, 04532-5440 oder www@kleines-theater-bargteheide.de

Ahrensburg: Buchhandlung Stojan, Hagener Allee 3a,

Bad Oldesloe: Buchhandlung Willfang, Hude 5.

Februar 2015

Information und Gespräch zum Thema Sterbehilfe

Der Hospiz Ahrensburg e.V. hat eingeladen

Was ist eigentlich Sterbehilfe? Was ist erlaubt, was verboten in Deutschland? Welche Gesetzesänderungen zu assistiertem Suizid werden diskutiert? Wie findet man heraus, wie man sterben will? Wie bereitet man sich und Angehörige vor? All diese grundsätzlichen und zum Teil auch sehr persönlichen Fragen standen im Mittelpunkt des Informations- und Gesprächsabends, zu dem der Hospizverein Ahrensburg am vergangenen Dienstag im Rahmen des Flora-Forums in Ahrensburg eingeladen hatte. Katja Balkenhol und Heinz Waldorf informierten die rund 20 Besucher und standen Rede und Antwort. Zentrales Thema war immer wieder, die Frage, wie kann es gelingen, mit guter Begleitung menschenwürdig zu sterben. Die vielen persönlichen Redebeiträge zeigten, wie sehr das Thema berührt, wie sehr Menschen sich wünschen, friedlich und betreut sterben zu dürfen. Und der Abend zeigte, wie wichtig der immer wieder neue Austausch dazu ist, wie wichtig, die Gespräche darüber anzuregen, um auch im Kreis von Angehörigen, möglichst offen ins Gespräch zu kommen, die eigenen Wünsche zu definieren und sie den eigenen  Angehörigen mitzuteilen.