Neuigkeiten

Juli 2016

Hospiz und Schule - das passt zusammen!

Pilotprojekt mit Lehrergruppe des Gymnasiums Stormarnschule abgeschlossen.

Ahrensburg. Sechs Monate lang haben 13 Lehrerinnen und ein Lehrer des Gymnasiums Stormarnschule in Ahrensburg sich in einer Fortbildung mit dem Thema „Sterben, Tod und Trauer im Schulalltag“ beschäftigt. Sie haben Konzepte entwickelt, Notfälle durchgespielt und die eigene Berührung mit dem Thema ausgelotet. Initiiert hatte diese Fortbildung der Hospizverein Ahrensburg e.V., der damit erstmals in Schleswig-Holstein ein solches Angebot für Lehrer weiterführender Schulen entwickelt und angeboten hat. Dieses landesweite Pilotprojekt ging jetzt zu Ende.

Hintergrund der Initiative war, dass Kinder und Jugendliche regelmäßig Themen wie Tod und Sterben begegnen - über das Fernsehen, Internet und über PC-Spiele. Und auch durch reales Erleben, wenn Großeltern oder auch Eltern, Freunde oder  Geschwister sterben. Sie haben Erfahrung mit dem Thema, aber im Schulalltag oder auch im häuslichen Alltag wird das Thema in der Regel tabuisiert, oft im gut gemeinten Willen, Kinder zu schützen.
Kindern und Jugendlichen die Chance zu bieten, das Thema wie die eigene Geburt als Teil des Lebens zu erkennen, dazu sprachfähig zu werden, das war ein Ziel der Initiative des Hospizvereins. Das zweite Ziel war es, im Kollegium ein Team von Lehrern zu bilden, das innerhalb der Schule Ansprechpartner ist, das vorbereitet ist und Worte, Ideen und Material hat, um dem Thema im Unterricht oder auch im Notfall begegnen zu können.

Zu den Inhalten der Fortbildung gehörte die eigene Erfahrung mit Tod und Trauer, was hat geholfen, was wurde negativ wahrgenommen in der Vergangenheit. Es ging um die Frage, was Trauer eigentlich ist, wie sie sich zeigt, wie sie verläuft, und dies speziell bei Kindern und Jugendlichen. Themen der Fortbildung waren auch Fragen zur Kommunikation – wann sage ich wem, was und wie? – die Suche nach Handwerkszeug, nach konkreten Handlungsschritten.
Ein wesentlicher Baustein war auch, wie das Thema vorbereitend in den Unterricht integriert werden kann.

Es fanden monatliche Treffen statt, geleitet von Katja Balkenhol und Sabine Schaefer-Kehnert vom Hospizverein Ahrensburg e.V. und unterstützt von Bärbel Sievers-Schaarschmidt, Trauerbegleiterin, Coach und Supervisorin und von Marc Meiritz, Polizei-Notfallseelsorger.  

Mit Abschluss dieser Fortbildung beginnt nun die Arbeit für das neugebildete Lehrerteam eigentlich erst. Eine Trauertruhe mit Material für akute Situationen wird zusammengestellt, Informationsmaterial für Kollegen in Ordnern zusammengefasst, beides will auch gewartet und jeweils aktualisiert werden. Darüber hinaus sollen in Fachkonferenzen die Ideen vorgestellt werden, das Thema im Unterricht zu implementieren, z.B. über eine Lektüre, ein Kunstprojekt oder den Philosophie- und Religionsunterricht. Der Hospizverein unterstützt das Team außerdem durch jährliche, für alle Kollegen offene Vorträge oder Impulsseminare; und ist jederzeit Ansprechpartner.

Das Ahrensburger Pilotprojekt soll im nächsten Schritt anderen Hospizinitiativen und –vereinen sowie Schulen vorgestellt werden.

Der Hospizverein Ahrensburg bietet ambulante Sterbe-und Trauerbegleitung an, Beratung dazu und allen weiteren Fragen rund um Sterben und Trauer jeweils am letzten Dienstag im Monat um 16.30 bis 18 Uhr in der Waldstraße 12 in Ahrensburg oder über 04102-691125.

April 2016

Mitgliederversammlung

Donnerstag, 14. April!

das Datum stimmt, aber der Wochentag ist leider falsch.

RICHTIG ist: Die Mitgliederversammlung findet am DONNERSTAG, 14. APRIL ab 19.30 Uhr in der Adolfstr. 1, Ahrensburg statt.

März 2016

20. März, Theater Bargteheide:

„Saturn kehrt zurück“

Das Schauspiel des amerikanischen Autors Noah Haidle (Deutsch von Brigitte Landes) hatte im November 2015 in Stendal in einer Inszenierung von Louis Villinger Premiere. Die Hospizvereine aus Ahrensburg und Bad Oldesloe haben in Kooperation mit dem Kleinen Theater diese Inszenierung nun für eine einmalige Aufführung in den Kreis Stormarn eingeladen, um den Themen der Hospizarbeit auch kulturell Öffentlichkeit zu geben.

„Saturn kehrt zurück“ erzählt auf heiter, aber zuweilen auch tragikomische Weise die Geschichte des 88jährigen Gustin, der – weil er niemanden mehr zum Reden hat - in seiner Not den Pflegedienst anruft. Im Gespräch mit der Pflegerin geht Gustin in seinem Leben zurück, erlebt den 58jährigen, den 28jährigen – drei Lebensphasen, drei Frauen. Er schaut zurück auf ein Leben, das von Liebe, Glück, Verlust und Tod gezeichnet ist. Noah Haidle ist mit dem Schauspiel gute Unterhaltung gelungen, die berührt, lachen lässt und auch nachdenklich stimmt. Ein Stück über die vielen wichtigen großen und kleinen Momente des Lebens. In der Stendaler Inszenierung von Louis Villinger spielt Hannes Liebmann den alten Gustin, Carsten Faseler und Volker Wackermann seine jüngeren Ichs. Simone Fulir übernimmt die Rollen der Frauen in Gustins Leben.

Sontag 20. Marz umd 19 Uhr, Eintritt 15€

 

 

Januar 2016

26. Januar 2016

Sprechstunde Hospiz Ahrensburg.

Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen in der Waldstraße 12 im 1. Stock (steile Treppe, bei Gehbehinderung bitte vorher telefonisch melden). Oder Sie rufen uns – wie schon bisher – an: 04102-691125.

November 2015

„Habt ein schönes Leben, das ist das Beste!“

Dieser Gruß des sterbenden Journalisten Albert de Lange beendete am Sonntagabend in der Denkmalturnhalle der Stormarnschule einen beeindruckenden Abend.

Anderthalb Stunden lang hatten der Schauspieler Frank Roder, die Sängerin Fabiola Saccomanno und der Pianist Matthias Weiher die Zuschauer in der gut gefüllten Halle in ihren Bann gezogen. Es war still im Saal, gespannte Aufmerksamkeit für jedes Wort, jeden Ton. Ob Frank Roder aus den Kolumnen von Albert de Lange las, über dessen bis zum Schluss ungebrochene Lebenslust, den trockenen Humor und die Freude am Miteinander. Oder ob Fabiola Saccomanno und Matthias Weiher mit ihrer Musik anknüpften an die Gedanken zu Leben und Tod, den Zuhörern Raum boten, nachzudenken, das Gehörte sacken zu lassen – das Publikum lauschte gebannt. Der Abend war unterhaltsam, nachdenklich stimmend und lud immer wieder zum Lachen und Schmunzeln ein. Die Künstler präsentierten und umrahmten die Gedanken Albert de Langes zum Leben im Allgemeinen und mit der Krankheit, zum Sterben, zu Sterbehilfe, Wut und Traurigkeit, zu Fragen wie „warum ich“ wunderbar einfühlsam, das Publikum dankte es mit langanhaltendem Applaus und vielen Gesprächen nach Ende der Lesung.

Sabine Schaefer-Kehnert, Großhansdorf, November 2015